Comments on: Hamburg reloaded http://aad.blogsport.de/2008/11/14/hamburg-reloaded/ Tue, 20 Nov 2018 13:03:47 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Gesammeltes #19 « riot propaganda http://aad.blogsport.de/2008/11/14/hamburg-reloaded/#comment-1050 Fri, 14 Nov 2008 16:50:53 +0000 http://aad.blogsport.de/2008/11/14/hamburg-reloaded/#comment-1050 [...] In Dresden gibt es anscheind von einigen Gruppen aus dem antinationalen Umfeld und Linken, welche selbst in Dresden nicht von der Antifa-Volksfront lassen wollen, das Bedürfnis eine “Debatte” über den Gegenprotest gegen das Gedenken am 12. und 13. Februar zu führen. Die Antideutsche Assoziation Dresden hat nun eine lesenswerte kurze Replik auf diese “Debatte” und ihre Intentionen verfasst. […] Die Diskussion um den 13. Februar in Dresden ödet also weiter vor sich hin. Gespannt darf man lediglich darauf sein, inwiefern der Vorbereitungskreis „No Pasarán“ – der gestern auf der Demonstration gegen das neue Hochschulgesetz in Dresden mahnte, man solle sich auf die „Gemeinsamkeiten konzentrieren“ respektiv: die Israel und Alliiertenfahnen müssen weg, die Volksfront gegen Rechts muss her - sein Vorhaben einer antinationalen und antimilitaristischen Demo, im Sinne des antisemitischen Verbots der Flagge Israels und der Flaggen der Anti-Hitler-Koalition, praktisch umsetzten wird. Hamburg und Wernigerode reloaded. Weiterlesen Von der Antideutsche Assoziation Dresden gibt es außerdem aus diesem Jahr ein Papier zum Gedenken und Gegenprotest in Dresden mit dem Titel “Die transformierte Dresdner Gedenkkultur und Das Ausbleiben antifaschistischer Kritik“. […] Fazit - Walking the Line: Absurd scheint es uns daher, wenn die Dresdner Antifa mit ihrer diesjährigen spontanen Demonstration zur Synagoge, dem Platz also, wo sich die große Orgie des Versöhnens der Bürger_innen abspielen sollte, zieht, um dann dort einen gemeinsamen Durchbruchsversuch in Richtung der Nazidemo zu propagieren. Nicht zum ersten Mal reiht man sich ein, in den neuen, aus der Transformation nötig gewordenen, Komplex der Dresdner Gedenkkultur, und offenbart damit seine eigene inhaltliche Ohnmacht, seine Unfähigkeit zur Analyse und Kritik dieser neuen Form des Gedenkens, vor allem: seiner Umfasstheit, in welcher man selbst einbezogen wird, nämlich als Hammpellmann für die bürgerliche Agitation des symbolischen Bruchs mit der Vergangenheit, der Verhinderung des Naziaufmarschs. Prinzipiell hat sich gegenüber der Analyse von Jan Gerber zum „linken Dresden Schwindel“ im Jahr 2007 und heute also wenig getan in der Dresdner Antifa – zwar ist die Fixierung auf den Naziaufmarsch etwas zurückgegangen, an ihrer Stelle trat jedoch keine Kritik der neuen Gedenkkultur, sondern ein krudes Abarbeiten an Symbolen bürgerlichen Revisionismus. Aus den „drei Sätzen“ (Gerber), welche die Autoren_innen und versuchten Kritiker_innen des Aufrufes 2006 der neuen Dresdner Erinnerungspolitik gewidmet haben, sind 2008 sechs geworden. Weiterlesen [...] […] In Dresden gibt es anscheind von einigen Gruppen aus dem antinationalen Umfeld und Linken, welche selbst in Dresden nicht von der Antifa-Volksfront lassen wollen, das Bedürfnis eine “Debatte” über den Gegenprotest gegen das Gedenken am 12. und 13. Februar zu führen. Die Antideutsche Assoziation Dresden hat nun eine lesenswerte kurze Replik auf diese “Debatte” und ihre Intentionen verfasst. […] Die Diskussion um den 13. Februar in Dresden ödet also weiter vor sich hin. Gespannt darf man lediglich darauf sein, inwiefern der Vorbereitungskreis „No Pasarán“ – der gestern auf der Demonstration gegen das neue Hochschulgesetz in Dresden mahnte, man solle sich auf die „Gemeinsamkeiten konzentrieren“ respektiv: die Israel und Alliiertenfahnen müssen weg, die Volksfront gegen Rechts muss her – sein Vorhaben einer antinationalen und antimilitaristischen Demo, im Sinne des antisemitischen Verbots der Flagge Israels und der Flaggen der Anti-Hitler-Koalition, praktisch umsetzten wird. Hamburg und Wernigerode reloaded. Weiterlesen Von der Antideutsche Assoziation Dresden gibt es außerdem aus diesem Jahr ein Papier zum Gedenken und Gegenprotest in Dresden mit dem Titel “Die transformierte Dresdner Gedenkkultur und Das Ausbleiben antifaschistischer Kritik“. […] Fazit – Walking the Line: Absurd scheint es uns daher, wenn die Dresdner Antifa mit ihrer diesjährigen spontanen Demonstration zur Synagoge, dem Platz also, wo sich die große Orgie des Versöhnens der Bürger_innen abspielen sollte, zieht, um dann dort einen gemeinsamen Durchbruchsversuch in Richtung der Nazidemo zu propagieren. Nicht zum ersten Mal reiht man sich ein, in den neuen, aus der Transformation nötig gewordenen, Komplex der Dresdner Gedenkkultur, und offenbart damit seine eigene inhaltliche Ohnmacht, seine Unfähigkeit zur Analyse und Kritik dieser neuen Form des Gedenkens, vor allem: seiner Umfasstheit, in welcher man selbst einbezogen wird, nämlich als Hammpellmann für die bürgerliche Agitation des symbolischen Bruchs mit der Vergangenheit, der Verhinderung des Naziaufmarschs. Prinzipiell hat sich gegenüber der Analyse von Jan Gerber zum „linken Dresden Schwindel“ im Jahr 2007 und heute also wenig getan in der Dresdner Antifa – zwar ist die Fixierung auf den Naziaufmarsch etwas zurückgegangen, an ihrer Stelle trat jedoch keine Kritik der neuen Gedenkkultur, sondern ein krudes Abarbeiten an Symbolen bürgerlichen Revisionismus. Aus den „drei Sätzen“ (Gerber), welche die Autoren_innen und versuchten Kritiker_innen des Aufrufes 2006 der neuen Dresdner Erinnerungspolitik gewidmet haben, sind 2008 sechs geworden. Weiterlesen […]

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