Sic transit gloria mundi

Niemand liest mehr Bahamas, außer ordinäre (Anti)Deutsche Rassisten aus Wiedenborstel und Charlottenhof. Aufgrund ihres Movens authentischen Denkens zum Zweck (ger)manischer Abspaltung von Identität liest allerdings ebenso niemand mehr Bahamas, als die bemühten Antideutschen aus Städten wie etwa Berlin, Halle oder Dortmund. Das die Redaktion jedoch just ab der aktuellen Ausgabe, über das alt-neue Label der „Ideologiekritik“, vom kommunistisch-israelsolidarisch-antideutschen Gespenst sich zu emanzipieren beansprucht, unter dem Bewusstsein, auch dies sei „wahrscheinlich fragwürdig und etikettenhaft“, vermag sowohl die theoretische und praktische Öde der Inselbarbaren, als auch ihrer Anhänger nicht zu überwinden. In altbekannter Manier biedert man – im gleichen Movens des authentischen Denkens zum Zweck der Konstitution manischer Nichtidentität – als paternalistische Mentoren der antideutschen Adepten-Sippe, an den deutschesten aller Päpste sich an, „über den das Positive zu schreiben so sehr verpönt ist.“ Dies Alles, um einen weiteren versuchten Tabubruch zu provozieren und aus der Senke der Bedeutungslosigkeit zu manövrieren. Doch die banale Erkenntnis darüber, dass die Redaktion scheiße ist und bleiben wird, sowie die marginale Auflagenanzahl, erspart nicht, sie stets als das zu benennen, was sie nun ein Mal ist: ein Haufen ordinärer deutscher Rassisten. Denn dort, wo sie ihre vom Identischen psychopathologisch sich abspaltende Kritik-Show aufführt, darf Rassismus nicht weit sein:

„Dass er [der Papst, Anm.d.A.] aber die Kondom-Werbekampagnen abgehalfterter Popstars wie Wolfgang Niedecken und Bono verabscheut und die Humanisierung der Sexualität [wohlgemerkt: der „Neger“, Anm.d.A.] fordert, dass der alte Universalist in den engen Grenzen der katholischen Lehre so viel weiter denken kann, als protestantische Kulturschaffende und Herausgeber, das ist es, was die Bahamas so katholisch macht. […] Kondome sind Hilfsmittel, keine Lösung. Ihre Verwendung würde in den betreffenden Ländern nur im Zusammenhang mit einer Humanisierung der Sexualität akzeptiert werden, was unter anderem die Verpönung der Vergewaltigung und die Freiheit zur gegenseitigen Liebe zwischen zwei Sexualpartnern zur Voraussetzung hätte. „

Die sexuelle Barbarei als Ursache von Aids, die Polygamie und Vergewaltigung, der „Neger“ (ebd.) muss, als modernstes Schmankerl der liberal-aufklärungssüchtigen Kulturkolonialisten von Berlin bis zum Vatikan, religiös „humanisiert“ werden. Instrumentalisiert wird dafür ein abstrakt bleibender abendländischer „Universalismus“, welcher insbesondere in Deutschland seit jeher in der Realität nichts anderes war, als ein verschleierter Partikuralismus: der kulturalistische Begriff einer zwanghaft in der Nichtidentität sich manifestierenden Kritik der Identität. Jener Kulturbegriff der authentischen Unmittelbarkeit von Identität ist, auch und erst Recht in der Form Kritik, ein vornehmlich linker, welcher in der Praxis von Kultur und Antikultur als neurotischer Zwang der Ästhetisierung eigener Selbstbehauptung sich darlegt. Da wird, im Handumdrehen und in aller Wirre, aus dem sexual – und fortschrittfeindlichsten Papst der ohnehin sexual – und fortschrittfeindlichen katholischen Kirche ein „humanistischer Universalist“ und Apologot der „zivilisierten Moderne.“ Dies ist sehr wohl regressiver, denn es die Redakeure der Bahamas über das Tragen von Burqas meinen.

In diesem Sinne:

Mehr Burqas für die Redaktion Bahamas und die damit einhergehende Emanzipation vom (post)linken Kulturbegriff!